Wenn die Leitung ausfällt,
bleibt die Adresse
Ein Leitungsausfall kostet nicht nur Internet. Er kostet Kassensysteme, Warenwirtschaft, Zeiterfassung und jede Freischaltung, die auf Ihre IP-Adresse ausgestellt ist. Ein zweiter Weg ins Netz mit derselben festen IPv4 verhindert genau das.
Was bringt ein Internet-Failover mit fester IP-Adresse?
Ein gewöhnliches Failover schaltet bei Ausfall der Hauptleitung auf eine zweite Verbindung um – meist Mobilfunk. Der Haken: Die zweite Leitung bringt eine andere öffentliche IP-Adresse mit, oft gar keine. Alles, was an die alte Adresse gebunden war, funktioniert danach nicht mehr: Freischaltungen in Partner-Firewalls, VPN-Verbindungen zur Zentrale, Fernzugriff auf Kameras, Portale mit IP-Beschränkung.
Läuft der Verkehr dagegen durch einen Tunnel zu einem Gateway, an dem Ihre feste IPv4 liegt, ändert sich beim Umschalten nach außen nichts. Der Standort meldet sich weiterhin unter derselben Adresse – ob er gerade über Glasfaser, LTE oder Starlink angebunden ist.
Für die Gegenstelle ist der Ausfall damit unsichtbar. Sitzungen brechen kurz ab und bauen sich neu auf, aber keine Freischaltung muss geändert und keine Konfiguration angefasst werden.
Zuletzt aktualisiert: 31.08.2026 · Quelle: SkyBits, Betreiber eigener VPN-Gateway-Infrastruktur
Drei Ausbaustufen
Welche Stufe sinnvoll ist, hängt davon ab, was ein Ausfall pro Stunde kostet.
| Stufe | Aufbau | Was sie abfängt | Was sie nicht abfängt |
|---|---|---|---|
| Ein Router, zwei SIM-Karten | Ein Gerät, zwei Mobilfunknetze | Ausfall eines Mobilfunknetzes, Funklöcher einzelner Anbieter | Ausfall der Hauptleitung, wenn diese Festnetz ist |
| Festnetz plus Mobilfunk | Hauptleitung am WAN-Port, SIM als Rückfallebene | Leitungsschaden, Bauarbeiten, Providerstörung im Festnetz | Stromausfall am Standort |
| Festnetz plus Satellit | Hauptleitung plus Starlink als zweiter, physisch unabhängiger Weg | Großflächige Störungen, in denen auch das Mobilfunknetz betroffen ist | Starke Abschattung des Himmels über der Antenne |
Die dritte Stufe ist der Aufbau, den Kunden mit sicherheitsrelevanter Produktion wählen: zwei Wege, die sich keine Infrastruktur teilen.
Warum Mobilfunk allein oft nicht genügt
Mobilfunk als Rückfallebene ist naheliegend und in vielen Fällen ausreichend. Er hat aber eine Schwäche, die erst im Ernstfall auffällt: Mobilfunkmasten hängen an derselben regionalen Infrastruktur wie die Festnetzleitung. Ein Bagger, der ein Bündel durchtrennt, nimmt beides mit. Ein großflächiger Stromausfall ebenfalls, sobald die Notstromreserve der Masten aufgebraucht ist.
Satellit ist der einzige Rückweg, der sich mit der Festnetzleitung keinerlei Infrastruktur teilt. Für Standorte, an denen Stillstand teuer ist – Produktion, Kühlung, Sicherheitstechnik, Filialen mit Kartenzahlung –, ist das der Unterschied zwischen einer halben Stunde und einem ganzen Tag.
Wir haben keine Präferenz, welche Variante Sie wählen. Wir sagen Ihnen aber, welche Ihr Ausfallszenario tatsächlich abdeckt – und welche nur so aussieht.
Was beim Umschalten passiert
-
1
Ausfall wird erkannt
Der Router prüft die Hauptleitung fortlaufend. Bleiben Antworten aus, gilt sie als gestört.
-
2
Zweiter Weg übernimmt
Der Tunnel zum Gateway wird über die Rückfallebene neu aufgebaut. Der Vorgang dauert typischerweise wenige Sekunden.
-
3
Die feste IP bleibt
Nach außen ändert sich nichts. Freischaltungen, Fernzugriffe und Verbindungen zur Zentrale gelten unverändert weiter.
-
4
Rückschaltung
Sobald die Hauptleitung wieder stabil ist, wechselt der Router selbstständig zurück. Der Vorgang wird protokolliert.
-
5
Nachweis
Im Kundenportal ist die Unterbrechung mit Zeitstempel und Dauer dokumentiert – die Grundlage für jede Verfügbarkeitsdiskussion.
Der Nachweis, dass es funktioniert hat
Redundanz, die niemand belegen kann, ist im Zweifel keine. Im Portal ist für jeden Standort einsehbar, wann er über welchen Weg angebunden war und wie lange eine Umschaltung gedauert hat. Auf Wunsch als monatlicher Verfügbarkeitsnachweis.
- Live-Status jedes Standorts: online, letzter Handshake, Datenvolumen
- Verlauf über 24 Stunden, 7 und 30 Tage als Diagramm
- Rechnungen und VPN-Konfigurationen zum Download
- Monatlicher Verfügbarkeitsnachweis je Standort
Demo-Zugang: Benutzer demo · Passwort demo
Pakete und Preise
Alle Preise netto zzgl. MwSt. Hardware ist gemietet, nicht gekauft – Austausch bei Defekt inklusive. Ab fünf Standorten gelten Projektpreise.
CORE
119 €/Monat
+ 249 € Einrichtung einmalig
- Teltonika RUT361 (LTE)
- Feste öffentliche IPv4
- Hardware zur Miete inklusive
- Kundenportal inklusive
PRO
169 €/Monat
+ 399 € Einrichtung einmalig
- Teltonika RUTX11 (Dual-SIM)
- Feste öffentliche IPv4
- Automatisches Failover
- Prioritäts-Support
SITE
229 €/Monat
+ 599 € Einrichtung einmalig
- Teltonika RUTX50 (5G, IP67)
- Feste öffentliche IPv4
- Outdoor-tauglich nach IP67
- Für raue Umgebungen
Häufige Fragen zum Internet-Failover
Ausfall vorbereiten, bevor er eintritt
Sagen Sie uns, was ein Stillstand pro Stunde kostet.
Danach richtet sich, welche Stufe sinnvoll ist.