Starlink als zweiter Weg –
mit fester IPv4
Satellit ist die einzige Rückfallebene, die sich mit der Glasfaser keine Infrastruktur teilt. Was fehlt, ist die feste öffentliche Adresse: Starlink liefert sie nicht. Wir ergänzen genau dieses Stück.
Warum reicht Starlink allein für einen Firmenstandort nicht aus?
Starlink löst das Verfügbarkeitsproblem, nicht das Adressproblem. Der Dienst vergibt keine statische IP-Adresse. Auf den höherwertigen Tarifen ist eine öffentliche IPv4 erhältlich, diese ist jedoch dynamisch; in den übrigen Tarifen liegt der Anschluss hinter Carrier-Grade NAT.
Für eine reine Internetanbindung ist das unerheblich. Sobald ein Standort jedoch von außen erreichbar sein muss oder sich gegenüber Dritten ausweisen soll, wird es zum Ausschlusskriterium: Site-to-Site-Kopplungen zur Zentrale, Freischaltungen in Partner-Firewalls, Fernwartungszugänge und IP-gebundene Portale setzen eine unveränderliche Adresse voraus.
Die Ergänzung besteht darin, den Verkehr über einen Tunnel zu einem Gateway zu führen, an dem eine feste, dediziert zugewiesene IPv4 liegt. Damit bleibt die Adresse des Standorts identisch, gleichgültig ob er gerade über Glasfaser oder über Satellit angebunden ist – und das Umschalten wird für die Gegenstelle unsichtbar.
Zuletzt aktualisiert: 31.08.2026 · Quelle: SkyBits, Betreiber eigener VPN-Gateway-Infrastruktur
Was Starlink liefert und was ergänzt werden muss
| Anforderung | Starlink allein | Starlink mit SkyBits |
|---|---|---|
| Internetzugang am Standort | Erfüllt | Erfüllt |
| Unabhängig von terrestrischer Infrastruktur | Erfüllt | Erfüllt |
| Öffentliche IPv4 | Nur in höheren Tarifen, dynamisch | Fest und dediziert |
| Feste Adresse für Firewall-Freischaltung | Nicht erfüllt | Erfüllt |
| Eingehende Verbindungen | Nicht erfüllt | Erfüllt |
| Adresse bleibt bei Wechsel Glasfaser/Satellit | Nicht erfüllt | Erfüllt |
| Verfügbarkeitsnachweis je Standort | Nicht vorgesehen | Monatlich aus dem Portal |
Stand August 2026. Starlink dokumentiert selbst, dass derzeit keine statischen IP-Adressen angeboten werden.
Der übliche Aufbau bei Mehrstandort-Unternehmen
Die Glasfaser bleibt die Hauptleitung. Starlink kommt als zweiter, physisch unabhängiger Weg dazu. Beide Wege tragen denselben Tunnel zu unserem Gateway, an dem die feste IPv4 des Standorts liegt.
Welche Seite die Umschaltung entscheidet, hängt von Ihrer Infrastruktur ab. Ist am Standort bereits eine Firewall mit SD-WAN-Funktion vorhanden – häufig Fortinet –, übernimmt diese die Wegewahl und baut die Tunnel selbst auf; wir stellen die Gegenstelle. Wo keine solche Appliance steht, übernimmt unser Industrierouter die Entscheidung.
Für den Betrieb ist die zweite Variante meist die unauffälligere: Der Router wird vorkonfiguriert geliefert, vor Ort nur angeschlossen und ist danach aus der Ferne wartbar. Für Standorte im Ausland, an denen kein eigener IT-Mitarbeiter sitzt, ist das der wesentliche Unterschied.
Was ein Rollout über mehrere Standorte braucht
Nicht die Technik ist bei Mehrstandort-Projekten das Schwierige, sondern das Drumherum. Diese Punkte klären wir vor dem ersten Standort.
Ein Rahmenvertrag
Ein Vertragswerk mit der Muttergesellschaft statt Einzelverträgen je Landesgesellschaft. Vereinfacht Beschaffung und Rechnungsstellung erheblich.
Bezifferte Verfügbarkeit
Eine Zusage auf die Infrastruktur, die wir tatsächlich verantworten – mit definierter Gutschriftregelung, statt einer unbelegbaren Zahl im Prospekt.
Vertretungsregelung
Wer erreichbar ist, wenn der übliche Ansprechpartner ausfällt. Bei kleinen Anbietern die Frage, die jedes Lieferanten-Assessment stellt.
Standortliste und Reihenfolge
Pilotstandort zuerst, dann Staffelung. Die Einrichtungsgebühr des Piloten rechnen wir bei Beauftragung des Rollouts an.
Trennung der Kundennetze
Auf Wunsch eine eigene Gateway-Instanz mit eigener Adresse je Kunde, ohne geteilte Nutzung mit anderen.
Nachweisführung
Monatlicher Verfügbarkeitsnachweis je Standort als vereinbarte Grundlage für die Gutschriftregelung.
Was Ihre IT im Betrieb sieht
Bei mehreren Standorten ist die entscheidende Frage nicht die Technik im Einzelfall, sondern die Übersicht. Kartenansicht, Status je Standort und Verlauf über 30 Tage sind ohne Zusatzkosten enthalten.
- Live-Status jedes Standorts: online, letzter Handshake, Datenvolumen
- Verlauf über 24 Stunden, 7 und 30 Tage als Diagramm
- Rechnungen und VPN-Konfigurationen zum Download
- Monatlicher Verfügbarkeitsnachweis je Standort
Demo-Zugang: Benutzer demo · Passwort demo
Häufige Fragen zu Starlink im Unternehmenseinsatz
Pilotstandort besprechen
Für Mehrstandort-Projekte gibt es keine Bestellstrecke.
Wir fangen mit einem Technikgespräch an.